Heute ist Weltbienentag. Wildbienen sind wichtige Tiere, wie Insekten allgemein. Ohne sie gäbe es nur wenig Obst, Gemüse und wir hätten allgemein ein großes Problem mit der Ernährungssicherheit. Doch das ist nur ein kleines Puzzleteil im Netzwerk des Lebens.
Heute fand ich einen (leider) toten Maulwurf.
Und er ist ein gutes Beispiel dafür, dass alles in der Natur zusammenhängt.
Maulwürfe verbessern die Bodenqualität, lockern die Erde, lassen die Biodiversität im Boden wachsen und fressen zugleich Wurzelschädlinge.
Dadurch können Pflanzen gut wachsen und blühen, was den Wildbienen und Insekten zugute kommt.

Und Insekten sind wiederum nicht nur wertvoll für die Ernährungssicherheit des Menschen. Sie sind auch existenziell wichtig, dass wir weiterhin unser morgendliches Vogelkonzert genießen können. Viele Singvögel benötigen gerade während der Brut eiweißreiche Nahrung in Form von Insekten. Und im Winter? Brauchen diese Vögel den Samen, die Beeren und Früchte von Pflanzen, die sich aus bestäubten Blüten entwickelt haben.

Auch Kleinsäuger sind von Insekten abhängig – als Futterquelle genauso wie als Bestäuber von Beeren, die sie genüsslich fressen.
Man sieht also: Selbst der meist unsichtbare Gräber aus dem Untergrund ist Gartant dafür, dass es über der Erde summt, flattert und zwitschert.
Die Welt ist nicht in Kategorien einteilbar. Sie sind unteilbar miteinander verwoben. Und mit jeder Strebe des Netzes, mit jedem Puzzleteil das verschwindet, wird das Netz des Lebens verwundbarer und instabiler.
Übrigens gehört der Maulwurf, genauso wieder Igel und die Spitzmaus, zur Ordnung der Insektenfresser und nagen daher niemals die Wurzeln an.

Auch wenn der Maulwurf keine Wurzeln abnagt, hinterlässt er mit seinen Erdhügeln oftmals gefährliche Stolperfallen, was bei mir leider über längere Zeit so im Garten war. Trotzdem wären mir fleißige Bienen anstatt des toten Maulwurfes zum „Weltbienentag“ hier als Bild sehr viel lieber.😉
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