Regenzeit

Die momentanen Wetterkapriolen sind im wahrsten Sinne des Wortes eine Katastrophe! Massive Niederschläge – so viel Regen innerhalb von 24 Stunden, wie er sonst in einem Monat fällt. Kein Wunder, dass momentan Dörfer und Städte unter Wasser stehen.

Doch es sind jene Unwetterereignisse, die die Klimaforscher seit Jahrzehnten vorhersagen. Wärmere Luft kann einfach mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Und da der Mensch weiterhin kräftig Treibhausgase ausstößt, sorgt er für steigende Temperaturen und damit auch für eine Häufung von Extremwetterlagen.

Selbst die Bundeskanzlerin, die sich so sehr für einen wirkungsvollen Klimaschutz ausgesprochen hat, rudert zurück: Es kommt zu einer Deckelung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien, weil angeblich Leitungskapazitäten fehlen und die Kosten durch den Ökostrom für alle weiter steigen würden. Besonders absurd ist dabei die Tatsache, dass durch den vermehrt eingespeisten Windstrom im Norden, der auch ins Ausland exportiert wird, fossile Kraftwerke nicht mehr rentabel sind! Der Strom ist also billiger als der von fossilen Kraftwerken, aber man deckelt ihn, weil er angeblich zu teuer ist? – Wo steckt hier die Logik? Sicher, es ist die Speichertechnik, die noch nicht ausgereift ist. Und es sind eben die fehlenden Leitungen in den Süden…Weiterlesen »

Hühner im Schnee

Die Vernunft der Unvernünftigen

Vor kurzem hat das Oberverwaltungsgericht Münster festgestellt, dass das Schreddern von männlichen Küken keinen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstellt. Denn wie es im Tierschutzgesetz so schön heißt:

§1 Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

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Von den summenden Wilden

Heute möchte ich noch einen weiteren Blick auf die spannende Welt der Bienen werfen. Allerdings will ich jene in den Mittelpunkt rücken, die weniger im Blickfeld stehen, wenn man vom Bienensterben spricht.

Die Rede ist von den wilden Verwandten der domestizierten Honigbiene. Und von diesen gibt es jede Menge.

Deren bekanntester Vertreter ist wohl die Hummel, von der oft eine Tatsache erwähnt wird: Nämlich dass es aus rein physikalischer Sicht gar nicht möglich ist, dass Hummeln mit ihrem schweren und plump wirkenden Körper in die Lüfte abheben. Und trotzdem tun sie es aufgrund einer ausgeklügelten Aerodynamik und einer verblüffenden evolutionären Entwicklung.

Doch es gibt viel mehr als diese Tatsache, was über die Hummel gesagt werden müsste:

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Fliegende Biene vor Malvenblüte

Die Honigbiene – mehr als ein Honiglieferant

Für viele Menschen ist ein leckeres Honigbrot vom Frühstückstisch nicht wegzudenken. Als Schlaraffenland gilt, wo Milch und Honig fließen. Und in der Naturheilkunde wird Honig z.B. als desinfizierendes Mittel gegen Halsentzündungen oder bei infizierten Wunden verwendet.

Bienen als Honigproduzenten gelten als emsig und sozial strukturiert. Generationen von Kindern sind mit der Biene Maja als Zeichentrickfigur aufgewachsen und so haben die meisten Menschen ein positives Verhältnis zu den summenden Hautflüglern.

Umso erschreckender erscheint vielen die Vorstellung, dass das Bienensterben unzählige Völker dahin rafft. Wenn man sich im Garten umschaut, sieht man immer weniger Vertreter der Europäischen Honigbiene. Als Ursachen hierfür werden eingeschleppte Schädlinge und Krankheiten ausgemacht, wie die Varroa-Milbe. Aber auch das „Imkersterben“ sowie fehlende Nektarpflanzen gelten als Auslöser des Rückgangs.

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Todes Mais

Warum nicht Krimispannung mit Information und dem Naturschutzaspekt verknüpfen? Warum nicht Unterhaltungsliteratur mit den spannenden Wundern der Natur verbinden? Diese Fragen stellte ich mir vor einigen Jahren. Die Antwort darauf ist das Buch „Todes Mais“, das 2014 im Leinpfad Verlag erschienen ist.

„Todes Mais“ ist ein Regionalkrimi mit ökologischem Hintergrund und spannender Recherche rund um den „Superorganismus Bienenvolk“, der zudem die „Grüne Gentechnik“ thematisiert. Mit Humor, Dialekt und rheinhessischer Atmosphäre ist ein unterhaltsames Buch entstanden.

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Bienenengel auf Distel

Das „freie Handeln“

Momentan wird viel diskutiert über das so genannte Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA. Angeblich sollen durch das Wegfallen von „Handelshemmnissen“ die Wirtschaft angekurbelt und somit neue Jobs geschaffen werden.

Nachdem sich die anfänglich euphorischen Rechnungen der Befürworter als Milchmädchenrechnungen und Schönfärbereien herausgestellt haben, beharrt man trotzdem weiterhin auf diesem Abkommen.

Kein Wunder – wenn man sich anschaut, wer darauf beharrt, sind die Ziele klar: Vor allem Großkonzerne erhalten die Möglichkeit, frei zu handeln, also ohne großartige Einschränkungen.Weiterlesen »

Von den dicken Tomaten

Für mich ist es immer wieder verblüffend, was die Natur so alles hervorbringt nach einem kahlen, lebensfeindlichen Winter. Alles blüht und sprießt nun wieder, das Leben breitet sich förmlich explosionsartig aus. Die Eichhörnchen kämpfen um Revier und Weibchen, die Wildbienen fliegen herum und sammeln Nektar und Pollen. Erste Schmetterlinge flattern umher, die Vögel singen, balzen, bauen Nester, legen Eier und brüten.

Genau in diesem Zusammenhang des Wachstums und des Lebens steht auch mein Nutzgarten. Mir ist es wichtig, dass die Natur hier ihren Platz zum Leben bekommt. Und im Gegenzug wird die Natur dafür sorgen, dass man selbst in diesem Gefüge einen Lebensraum erhält. Einen Raum, um Früchte anzubauen, Ruhe zu tanken und die Schönheit zu bewundern.

Hand in Hand mit der Natur sollte von Anfang an das Motto in meinem Garten sein. Ich möchte meinen Garten symbiotisch mit der Natur verknüpfen und versuche, Jahr für Jahr eine engere Bindung zu schaffen. Und in diesem dieses Jahr wird das Miteinander wahrscheinlich auch wieder viele Früchte tragen.Weiterlesen »

„German Angst?“

Wie gerne stellt man doch den „Freien Handel“ als Wachstumsmotor dar. Herr Schäuble hat letztens kritisiert, die Deutschen hätten zu viel Angst und würden sich damit Chancen verbauen. Glaubt man vielen Spitzenpolitikern, brauchen wir das TTIP – also das Freihandelsabkommen mit den USA – zum Überleben, und damit unsere Zukunft rosiger wird.

Durch den Abbau von unterschiedlichen Normen und Regelungen sollen mit diesem Abkommen Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden. Oder sind es doch nur Hundertausende? Auch Zahlen des Wirtschaftswachstums, das angeblich durch TTIP in die Höhe schnellen sollte, mussten von Befürwortern nach unten korrigiert werden. Irgendwie hatte man sich verrechnet. Oder hatte man doch schöngerechnet?

Man sollte nicht den Teufel an die Wand malen. Doch sollte man sich auch nicht rosarote Brillen mit Dollarzeichen auf die Nase setzen lassen, die momentan gerne verteilt werden.Weiterlesen »

Frühjahrsputz…

Mein letzter Eintrag ist schon etwas länger her. In der Zwischenzeit hat sich einiges getan. Im Garten sprießen die ersten eingesäten Gemüsesorten, wie Kohlrabi, Karotten und Rote Bete. Neu gepflanzte Grüne Spargel strecken ihre Köpfe aus der Erde, neben Zwiebeln und Knoblauch. Die selbst eingesäten Tomaten mussten längst die Fensterbank räumen und stehen nun noch im Treibhaus, wo sie auf den Startschuss im Freiland nach den Eisheiligen warten.

Aber auch in mir selbst ist etwas gekeimt: Nämlich die Erkenntnis, dass ich einen Frühjahrsputz durchführen sollte.

Doch nicht nur in der Wohnung, vor allem auch in meinem Leben. Ein Leben, das von meinem 40-Stunden-Bürojob maßgeblich geprägt ist. Und beim Nachdenken darüber wurde mir sehr schnell klar, dass meine Arbeitsstelle einzig stresserfüllt ist, und ansonsten alles andere als erfüllend!Weiterlesen »

Urlaub – ganz nah…

Viele beginnen in diesen Wochen bereits, ihren Sommerurlaub zu planen. Oder sie haben es bereits getan. Ab in den Süden, Urlaub in der Karibik, schnell noch mal die Malediven besuchen, ehe sie in den steigenden Meeresfluten versinken,… So geht es oftmals mit dem Flugzeug in die Ferne, um in Touristenhochburgen Sonne zu tanken, im Meer zu baden. Oder in die USA für einen Städtetrip, für einen Besuch des Yellowstone Nationalparks. Und neben dem Sommerurlaub geht es dann im Herbst oder Winter auch noch mal in wärmere Gefilde.

Die Folgen dieser ausufernden Fliegerei auf das Klima und auf die Natur allgemein sind katastrophal. Während sich der Pauschaltourist über den niedrigen Preis für sieben Tage Sonne freut, müssen die Hotelangestellten vor Ort für einen Hungerlohn schuften. Während Millionen Badegäste jedes Jahr, mit Sonnenöl beschmiert in den Meeren schwimmen, gelangen diese Chemikalien auch ins Wasser. Es klingt absurd – wie könnte ein bisschen Sonnenöl der Natur schaden? Die Antwort ist jedoch klar: Es ist nicht ein bisschen Sonnenöl, es sind wirklich Unmengen, die jährlich in den Meeren und somit deren Bewohnern landen. – Zusammen mit allerlei Plastikmüll, Abwässern aus den Hotelkomplexen und Schweröl der Kreuzfahrtschiffe. Alles in allem ist die Bilanz eines Urlaubs in fernen Ländern oft sehr negativ.Weiterlesen »