Mein Urlaub ist schon etwas länger her, aber auch heute steht noch der schiefste Turm der Welt in … Gau-Weinheim. Und einer der schönsten Bäume, die ich kenne, auf dem Disibodenberg.
Mein Urlaub führte mich auch aus Gründen der Nachhaltigkeit dieses Jahr wieder durch Rheinhessen und die angrenzenden Gebiete. Also ich blieb in meiner Region und habe es nicht bereut. Ich muss nicht nach Pisa reisen, um den schiefen Turm dort zu sehen, denn der in Gau-Weinheim ist schiefer, also genau genommen der schiefste Turm der Welt.






Ein immer wieder beeindruckender, und wie ich finde mystischer Ort, ist die Klosterruine auf dem Disibodenberg. Hier lebte Hildegard von Bingen lange Zeit. Von den Klostermauern sind nur noch Ruinen übrig.
Ich machte mich zunächst auf den „Weg der Stille“, um ein bisschen mehr Ruhe in meinen Kopf zu bekommen, sowie Klarheit, die mir immer noch fehlte. Da kam mir ein Baum gerade richtig, der mich förmlich in seinen Bann zog.



Weiter gings dann aufs ehemalige Klostergelände, mit einigen Fragen im Hinterkopf, wie ich meine Zukunft gestalten sollte. Und direkt beim Betreten erwartete mich eine kleine, ganze besonere Erfahrung.




Das Labyrinth ist seit vielen Jahrtausenden ein Werkzeug zur spirituellen Einkehr und Besinnung. Was ist wichtig im Leben, was nicht? Was ist das Ziel, was ist der Irrweg? Welcher ist ein Stolperstein, und welcher einer, mit dem sich eine bessere Zukunft bauen lässt?
Vor einigen Jahren hatte ich in der Schweiz bereits ein tolles Labyrinth entdeckt und war es gegangen. Also entschied ich mich, auch hier den Weg zu gehen. Und eines war direkt verblüffend: Während alles rundherum trocken und dürr war…


Auf dem Rundweg stieß ich dann noch auf diese, wie ich finde, ganz besondere Kulisse. Direkt hinter einer Wallfahrts-Kapelle haben Besucher Steintürmchen aufgeschichtet und dadurch ein wundervolles Bild der Hoffnung gezeichnet.

Ein solch wunderschönes Plätzchen ist auch in Eckelsheim zu finden. Dort steht die Ruine der Beller Kirche. Und ich finde, sie ist ein ganz besonderer Ort.





An der Kirchenruine existiert ein Wanderweg mit vielen Biotopen, Geotopen und unterschiedlichen Pflanzen, Infoschildern zum ökologischen Nutzen sowie der Geologie in der Region.



Weiter gings nach Gau-Bickelheim. Hier steht eine Kapelle mitten in den Weinbergen und rundherum gibt es auch Wanderwege, die an Naturschutzgebieten vorbei führen.



Der Rundweg war anstrengend, weil es sonnig und heiß war, und kein Baum auf der Strecke in Sicht. Aber der Weg hatte trotzdem einiges zu bieten.




Im Hahnheimer Bruch stand dann noch die Natur viel mehr im Mittelpunkt. Dort fließt die Selz, es wurde ein Naturschutzgebiet eingerichtet. Daher schwirrten Libellen, Falter und Bienen herum.
Aber auch hier war es sehr heiß und als ich an diesen Weiher kam, konnte ich mein Glück kaum fassen:


Bei genauerem Hinsehen entdeckte ich dann noch diesen Becken-Bewohner…

Ja, das war ein schöner, entspannender Urlaub, der aber leider schnell wieder vorüber war. Der Alltag hatte mich wieder. Aber hatte er das? So richtig auch nicht.
Denn da keimte dieses Gefühl immer mehr in mir auf, das ich schon sol ange in mir trage. Und das mir sagte: So kann es nicht mehr weitergehen.
Ich brenne für die Natur, während ich an anderer Stelle verheizt werde. Zeit daher, endlich einen Schlussstrich zu ziehen, diesen dicken Stolperstein im Labyrinth des Lebens zurück in den aufgegebenen Steinbruch zu werfen, weg zu kicken. Und die vielen anderen, passenden Steine, die mir das Leben bietet zu nutzen, um mir eine gute Zukunft aufzubauen. Ja, ein Stück weit hat mich der Frosch wachgeküsst und gesagt:
Mach das wofür du brennst, denn anders brennst du aus!

ein schöner weg, den du da gegangen bist – im doppelten sinne. wenn ich das richtig verstanden habe, wirst du deinen job wechseln, in ein neues leben treten, das dir mehr entspricht?
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Danke 🙂 Und ja, ich werde kündigen und mir etwas suchen, wo man nicht verheizt wird. Und wahrscheinlich geht es sogar in eine Selbständigkeit, ich mache gerade eine Weiterbildung zum Natur-Coach. LG Torsten
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oh wow, das ist ja eine neuigkeit! finde ich super! ich drücke ganz feste die daumen, dass du gut voran kommst und viel spaß dabei hast, nicht nur arbeit. 🙂
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Danke 🙂
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Den Disibodenberg haben wir vor ein paar Wochen auch besichtigt.
Ein mystischer Ort – tolle Bilder, Danke fürs mitnehmen und liebe Grüße!
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Ja, es ist wunderschön dort. 🙂 Danke und liebe Grüße
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