Kikeriki

Schon lange plane ich, Hühner in meinem Garten zu halten. Ich möchte eine Alternative zur industriellen Haltung – ob konventionell oder bio. Möchte wissen, wie die Tiere leben, von denen die Eier stammen. Ich habe mich eingehend informiert, vieles vorbereitet und doch kam noch irgendetwas dazwischen. Es war eine Menge Arbeit nötig, um endlich sagen zu können: Die Hühner sind da. Aber es hat sich absolut gelohnt!

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Hühner im Schnee

Die Vernunft der Unvernünftigen

Vor kurzem hat das Oberverwaltungsgericht Münster festgestellt, dass das Schreddern von männlichen Küken keinen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstellt. Denn wie es im Tierschutzgesetz so schön heißt:

§1 Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

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Von den „armen Schweinen“

Auf Weiden grasende Kühe, im Schlamm wühlende Schweine und auf dem Misthaufen pickende Hühner: Diese Idylle nutzen Werbestrategen, um Produkte für den Konsumenten schmackhaft zu machen. Und um Natürlichkeit zu suggerieren. Man nennt dies auch Greenwashing. Und so leben in den meisten Fällen die Tiere eben nicht in einem solch natürlichen Umfeld. Vielmehr vegetieren sie viel zu oft in großen Mastfabriken, ihnen werden grundlegende, arttypische Verhaltensweisen verwehrt. Dafür erhalten sie spezielles Mastfutter, das sie – zusätzlich zu den artwidrigen Umweltbedingungen – krank und anfällig macht. Um diese Defizite auszugleichen, werden die Tiere mit Antibiotika und anderen Medikamenten behandelt. Ziel des Ganzen ist es: Mit möglichst wenig finanziellem Einsatz möglichst viel in möglichst kurzer Zeit herausholen. So hat eine Legehenne bereits nach 15 Monaten 300 Eier gelegt. Ihre Leistung lässt dann verständlicherweise nach, da das Tier sich völlig verausgabt hat. Und wenn ein Tier weniger Leistung bringt, hat es keinen wirtschaftlichen Nutzen mehr: Man bringt das Tier daraufhin zum Schlachter. Und selbst dort bringt dieses Tier nicht mehr viel Profit. Schließlich hat man die Legerasse darauf gezüchtet, alle Energie in die Eierproduktion zu stecken. Fleisch „produziert“ das Tier nicht viel, weshalb es auch beim Schlachter nicht viel bringt. Entsprechend „wertlos“ ist es dann auch aus Sicht des Tierhalters und des Tiertransporteurs. Schwer verletzte oder tote Tiere sind daher beim Tiertransport keine Seltenheit. Und man geht mit den Tieren nicht zimperlich um.Weiterlesen »

Plastikvermeidung – Versuch 2

Erst mal ein frohes neues Jahr!

Nun habe ich einen zweiten Versuch gestartet, Plastikmüll zu vermeiden. Teilweise ist es mir gelungen, teilweise habe ich keine Alternative gefunden.

Gläser

Im ersten Schritt habe ich einen Marmorkuchen gebacken, anstatt auf verpackte Fertigware zurückzugreifen. Dabei habe ich auch wieder darauf geachtet, dass die Zutaten möglichst nicht in Plastik verpackt waren. Resultat: Bis auf die Margarine konnte ich alle anderen Zutaten in Papierverpackung kaufen. Dabei habe ich auch noch darauf geachtet, dass die Produkte bio-zertifiziert sind. Das ist besonders auch bei Kakao und Zucker wichtig. Konventionelle Produkte sind nicht nur oftmals schädlich für die Natur vor Ort. Ihre Produktion schädigt auch die Arbeiter auf den Plantagen und die Anwohner in der Umgebung. Sie werden krank durch ausgebrachte Pestizide und andere Mittel, ihre Flüsse und Seen werden belastet. Zudem werden in vielen Plantagen konventioneller Hersteller die Menschen ausgebeutet, zu Billiglöhnen beschäftigt, Kinderarbeit ist an der Tagesordnung. Zwar garantieren Bio-Produkte nicht zwingend faire Arbeitsbedingungen. Aber alleine die nicht vorhandene Belastung mit Giften erscheint mir als so wichtig, dass ich Bioware benutze. Hinzu kommt ja auch, dass konventionell erzeugte Produkte oftmals auch mit Giften belastet sind und diese dann auf unseren Tellern landen…Weiterlesen »