Von der schleichenden Vergiftung…

Heute möchte ich ein Thema aufgreifen, das uns alle betrifft, das aber viele gar nicht bewusst als Bedrohung wahrnehmen: Den Eintrag von Glyphosat in die Natur. Dabei handelt es sich um ein Unkrautvernichtungsmittel, das massenhaft in der Landwirtschaft, bei der Bahn, auf öffentlichen Flächen aber auch im Hobbygarten eingesetzt wird oder auf anderen privaten Flächen…

Bienen sind existenziell wichtig für ein funktionierendes Ökosystem. Die Honigbiene ist an der Bestäubung von 80% der Kulturpflanzen beteiligt, sie bestäubt 50% der Wildpflanzen. Den Rest übernehmen Hummeln, andere Wildbienen und Insekten. Von dieser Bestäubungsleistung sind unzählige Arten abhängig. Viele Bäume, Sträucher und andere Pflanzen bilden Früchte und Samen nur deshalb aus, weil sie zuvor durch Insekten bestäubt wurden. Sinken die Bestände von Insekten, sinkt die Anzahl von bestäubten Blüten. Dadurch können sich Pflanzen weniger vermehren, da sie weniger Samen ausbilden. Und auch Tiere, die von den Beeren und Samen leben, werden durch ein schwindendes Angebot ihrer Lebensgrundlage beraubt. So sind beispielsweise viele Vögel von Samen als Futterquelle abhängig. Finden sie weniger Futter, leiden sie Hunger und müssen notgedrungen auf andere Möglichkeiten ausweichen. So fangen sie vielleicht vermehrt Insekten, was deren Bestände weiter schrumpfen lässt.Weiterlesen »

Plastikvermeidung – Versuch 2

Erst mal ein frohes neues Jahr!

Nun habe ich einen zweiten Versuch gestartet, Plastikmüll zu vermeiden. Teilweise ist es mir gelungen, teilweise habe ich keine Alternative gefunden.

Gläser

Im ersten Schritt habe ich einen Marmorkuchen gebacken, anstatt auf verpackte Fertigware zurückzugreifen. Dabei habe ich auch wieder darauf geachtet, dass die Zutaten möglichst nicht in Plastik verpackt waren. Resultat: Bis auf die Margarine konnte ich alle anderen Zutaten in Papierverpackung kaufen. Dabei habe ich auch noch darauf geachtet, dass die Produkte bio-zertifiziert sind. Das ist besonders auch bei Kakao und Zucker wichtig. Konventionelle Produkte sind nicht nur oftmals schädlich für die Natur vor Ort. Ihre Produktion schädigt auch die Arbeiter auf den Plantagen und die Anwohner in der Umgebung. Sie werden krank durch ausgebrachte Pestizide und andere Mittel, ihre Flüsse und Seen werden belastet. Zudem werden in vielen Plantagen konventioneller Hersteller die Menschen ausgebeutet, zu Billiglöhnen beschäftigt, Kinderarbeit ist an der Tagesordnung. Zwar garantieren Bio-Produkte nicht zwingend faire Arbeitsbedingungen. Aber alleine die nicht vorhandene Belastung mit Giften erscheint mir als so wichtig, dass ich Bioware benutze. Hinzu kommt ja auch, dass konventionell erzeugte Produkte oftmals auch mit Giften belastet sind und diese dann auf unseren Tellern landen…Weiterlesen »

Plastikvermeidung – Versuch 1

Ich bin ein echter Schokoladenfan. Schokoriegel, Tafelschokolade, Kuchen oder Pudding – an manchen Tagen ist nichts sicher vor mir… 🙂

Auch zwischendurch esse ich ab und zu Süßkram. Gerade bei Schokoriegeln, wie Snickers, frage ich mich regelmäßig, warum man es nicht schafft, die Verpackung umweltfreundlicher zu gestalten. Da ist eine große Plastiktüte, in denen die einzelnen Snickers ein weiteres Mal verpackt liegen und so eine Menge Plastikmüll entsteht. Und auch bei fertigem Kuchen oder bei Tafelschokolage frage ich mich wirklich, warum eigentlich alles in Plastik und Alufolie gehüllt werden muss.

Grund genug, nun einen ersten Versuch zu starten, die Plastikflut zu vermindern. Zusätzlich zur Müllvermeidung spielte hier auch noch ein anderer Gedanke eine Rolle: In Schokoriegeln und Fertigkuchen stecken Milch und Eier aus der Massentierhaltung. Und auch Palmöl ist darin verarbeitet, was nicht wirklich umweltfreundlich ist. Also entschied ich mich gestern dazu, einfach mal einen Riegel mit Erdnussgeschmack herzustellen. Dazu packte ich zunächst einmal 150g Bio-Weizenmehl in eine Schüssel, gab einen TL Backpulver dazu und 50g braunen Bio-Rohrzucker. Dazu kamen dann noch 100g Bio-Margarine (die zu meiner Überraschung leider Palmöl enthält und leider auch nur in einer Plastikverpackung erhältlich ist) Alles verrührte ich, gab noch 4EL Wasser hinzu, damit der Teig einigermaßen zusammenhielt. Den Teig packte ich dann in einer Schüssel mit Deckel und stellte diese für eine Stunde in den Kühlschrank. Dann kramte ich die zwei Gläser Bio-Erdnussbutter hervor und vermischte sie mit etwa 50ml Agavendicksaft aus der Glasflasche, damit die Sache etwas süßer wurde. Schließlich knackte ich noch 80g ungeschälte Bio-Erdnüsse, die nur in einer Papiertüte verpackt waren.Weiterlesen »

Links Verpackungsmaterial, rechts Inhalt

Alles nur Verpackung

Heute musste ich mal wieder an meinem Drucker die Tintenpatronen wechseln. Nicht nur, dass die Patronen bei mindestens 25% Inhalt bereits als leer erkannt werden: Heute ärgerte mich auch die Tatsache, dass man die große Patrone mit schwarzer Farbe in eine Plastikbox gepackt und mit einer weiteren Kunststoff-Innenverpackung darin „gesichert“ hatte. Die anderen vier Patronen wurden natürlich in einer separaten Plastikbox mit einer ebensolchen Innenverpackung angeboten. Während ich so da saß und den ganzen Müll betrachtete, der nun mal wieder angefallen war, stellte ich Inhalt und Verpackung einmal gegenüber. Und ich war erstaunt: Es ist doch verblüffend, wie unsinnig hier mit Rohstoffen umgegangen wird! Sicherlich täte es auch eine kleine Plastikhülle, um die Patronen für Transport und Verkauf zu schützen. Aber nein: Erst große Hülle, dann kleinere Hülle, dann ein Kunststoffverschluss zum Schutz der Farböffnung. Und dieser ist dann auch noch mal mit einer Plastik-Banderole geschützt. So viel Schutz für eine Patrone, jenes kostbare Gut, das bei 25 % Inhalt ohnehin leer ist, obwohl sie eben nicht leer ist… Die alte, nicht restentleerte Patrone wandert nun in den Müll. Laut beiliegender Gebrauchsinformation, die ausnahmsweise nicht aus Plastik sondern aus Papier besteht, steht geschrieben, dass die Farbe „weniger als 30% Bestandteile mit unbekannter Gewässergefährdung“ enthält. Na immerhin… Es sind ja auch nur 30% von den nicht restentleerten 25%, die in den Abfall wandern und neben unbekannter Gewässergefährdung nur ein paar allergische Reaktionen hervorrufen können.Weiterlesen »