Mondfinsternis mit Blutmond

Besser spät als nie…

Das gilt für die Fotos heute, genauso wie für den Abend der Mondfinsternis vor einigen Tagen. Denn anfangs stand ich auf einem Hügel in der Umgebung und sah nur eine dünne Wolkendecke am Himmel. Kein Mond in Sicht! Aber dann, deutlich nach 21 Uhr, erschien der kleine Schimmer.

Nach und nach verzogen sich diese Wolkenschleier und zum Vorschein kam ein Mond mit inzwischen partieller Finsternis. Das Warten hatte sich gelohnt.

Die Natur ist ein guter Lehrmeister in Sachen Geduld. Ich finde, gerade die Naturfotografie erdet und man wird achtsam. Achtsam für die kleinen Dinge des Lebens, achtsam für das Leben im einen Moment. So ziemlich alle modernen Medien richten unsere Aufmerksamkeit auf die Zukunft.
Man fühlt sich wie ein gehetzter Hund, wenn man die Nachrichten verfolgt, oftmals die Werbung, oder selbst nur Gespräche.

Mondfinsternis bei Blutmond

Ein Aufenthalt in der Natur macht mir immer klar: Der Moment ist das, in dem wir wirklich leben. Die Zukunft und die Vergangenheit finden nur in unserem Kopf statt.

Mondfinsternis bei Blutmond
Natürlich sollte man die Zukunft auch im Blick behalten. Aber diese fängt in der Gegenwart an. Und wenn man sie verpasst, da man der Zukunft hinterher hetzt, verpasst man die Chance zu leben.

Mondfinsternis bei Blutmond

Es ist ein wenig wie bei der Naturfotografie: Wenn man gehetzt auf eine Blumenwiese geht, um Insekten zu fotografieren, flattert ein Teil der Tiere davon. Einen anderen Teil können wir als Detail gar nicht wahrnehmen, da wir einfach zu wenig im Moment und somit wenig achtsam sind.

Mondfinsternis bei Blutmond, zwischen Ästen

Somit verpassen wir viele wunderschöne Momente, oft aus der Angst, man könnte künftig etwas verpassen. – Paradox, denn das Leben ist hier!

Mondfinsternis bei Blutmond, darunter sieht man die Lichter von Nackenheim inkl. der Kirche St. Gereon

3 Gedanken zu “Besser spät als nie…

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