Ein frohes neues Jahr!

Der Himmel hatte gestern zum Jahreswechsel sein eigenes Feuerwerk zu bieten. Eines ohne Gestank, Geböller, Geheule…

Während wieder Unmengen an Kohlendioxid in die Luft abgelassen, Schwermetalle und Feinstaub in unsere Natur freigesetzt und jede Menge Müll hinterlassen wurde, hat die Natur ihr eigenes „Feuerwerk“ veranstaltet.

Es ist schon erschreckend, wie mit einer völligen Maßlosigkeit und Uneinsichtigkeit in erschreckend großen Teilen geböllert wurde. Das Tierheim in Mainz hat über stundenlanges Feuerwerk berichtet, durch das die Tiere enorm gestresst wurden. Auch Wildtiere wurden aufgescheucht, selbst in Naturschutzbereichen wurden wohl Feuerwerkskörper gezündet.
Unzählige Haus- und Wildtiere wurden massiv gestresst. Und während Haustiere sich noch verkriechen können, böllert man Wildtiere ins Verderben. Sie fliehen panisch und verunglücken dabei relativ häufig. Als würde man die Natur nicht schon genug ausbeuten.

Auch ich habe gestern bereits in den Mittagsstunden Knaller gehört. Und so gegen 21 Uhr hat man ein paar Häuser weiter gleich mehrere Feuerwerks-Batterien gezündet. – Drei Stunden vor Mitternacht! Auch um 3 Uhr morgens hat mich eine solche Batterie aus dem Schlaf gerissen. Eine derartige Dreistigkeit war nur noch von dem Kanonenschlag zu überbieten, den man heute Mittag nach 16 Uhr gezündet hat. Man fragt sich wirklich bei manchen Menschen, was da im Oberstübchen vorgeht: Brennt da noch Licht?

Licht brachte zumindest der Mond…

Mond hinter Wolkenschleier

Mond hinter Wolkenschleier

Mond hinter Wolkenschleier

Mond

16 Gedanken zu “Ein frohes neues Jahr!

  1. du hast glück, dass bei euch erst gestern mittag mit dem böllern angefangen wurde.
    hier geht das meist schon drei tage vorher los, direkt nach dem verkauf.
    nach zwei böllerfreien jahren haben sich, glaube ich, viele leute freigeböllert.

    ein frohes neues jahr wünsche ich dir!

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  2. Auch bei uns gab es leuchtendes Abendrot und sogar einen selten gut sichtbaren Sternenhimmel. Aber genießen konnte man es nicht, da die Böllerei schon Tage vor Silvester los ging. Am Silvesterabend wurde quasi durchgängig geböllert und mit Raketen geschossen, sodass man sich fragte, was eigentlich um Mitternacht noch passieren soll. Schon am Nachmittag wurden sogar auf dem Friedhof(!) – sonst ein Rückzugsgebiet für die Tiere – von johlenden Kerlen Raketen gezündet. Wenn ich dann noch solche Bilder sehe: https://www.gmx.net/magazine/panorama/angriffe-feuerwehr-passanten-polizei-entsetzt-entruestet-37607482 …, muss selbst ich, die ich Verboten immer sehr kritisch gegenüberstehe, ein Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper fordern. Tiere und Umwelt würden es uns ohnehin danken 🙂

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    • Hallo, leider hat mir WordPress – warum auch immer – diesen Kommentar nicht angezeigt. Ich habe ihn erst heute entdeckt.. Daher erst jetzt die Antwort. Wenn auch fast ein Jahr dazwischen liegt, ist das Thema leider weiterhin aktuell. Bei uns wurden auch wohl mit Restbeständen von Silvesterraketen Hausfassaden im Ort beschossen. Es ist erschreckend, und noch erschreckender ist, dass es offenbar so toleriert wird. Und dass es ein Böller-Verbot weiterhin nicht geben wird. Sehr schade.

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  3. Der Kritik gibt es kaum noch etwas hinzuzufügen. Der Hund ist seit Tagen verschreckt, weil der traditionelle Jagdtag am 2. Weihnachtstag nahtlos von den ersten Böllern abgelöst wurde und das bis heute noch, gelegentlich. Da kann ich nur sagen: Danke, Regenwetter, dass die Leute doch lieber drinnen bleiben, statt weiter zu belästigen.
    Das ist das Beste am Jahresbeginn, dass zumindest bei uns milde Temperaturen dafür sorgen, dass die Regenfälle in den Boden dringen können. Man muss auch mal etwas Positives daran finden. In diesem Sinne: auch dir ein gutes, gesundes neues Jahr!

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    • Oh ja, das stimmt. Bei uns gibt es hier so gut wie keine Jagd mehr. Also zumindest keine großen Jagdtage mehr. – Kein Wunder, es gibt auch nur noch ganz wenige Feldhasen, und auch Rehe sieht man nur noch selten in unseren monokulturellen Weinbergen.
      Ja, das Regenwetter hat auch etwas Positives. Ich hatte ja ein bisschen Hoffnung, dass es auch in der Silvesternacht regnet, aber dann war es trocken und das haben sehr viele genutzt. Ich habe heute wieder an der Vogelzählung des NABU teilgenommen und hatte das Gefühl, dass viele Vögel auch noch sehr scheu sind. Kein Wunder, nach dem ganzen Geböller. Aber ich konnte trotzdem einiges entdecken. LG und dir auch ein frohes neues Jahr

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      • Wegen der Nähe eines Wolfspaares haben auch hier die Wildbestände deutlich abgenommen. Waren es früher meistens drei Rehrudel mit um die zehn Tieren, die hier herumstreiften, sind sie meistens nur noch als Mutter-und-Kitz oder in Kleingrüppchen bis zu sechs Tieren unterwegs.
        Im bisherigen Winter habe ich im Garten nur während der ärgsten Kälte gefüttert, weil sich die Katzen der Nachbarschaft gleich eingefunden haben. Ich habe bei dem beinahe lückenlosen Regen vogelmässig bisher nichts zu melden gehabt – wie so oft um diese Zeit.

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  4. Mich würde interessieren: was haltet Ihr von der Fuchsjagd, weil die Rebhühner z.B. werden ja auch weniger und der Fuchs hat keinen natürlichen Feind..

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    • Hallo, es hat leider etwas länger gedauert mit der der Antwort, da ich gesundheitlich etwas angeschlagen war. Ich bin nicht der Spezialist, was das Pro und Contra zur Jagd angeht. Ich denke, das Problem ist vor allem, dass aufgrund der Veränderungen in den Ökosystemen, die durch den Menschen verursacht werden, die Bestände von Rebhühnern aber auch anderen Bodenbrütern zurückgehen. Ein Grund sind Prädatoren, wie Füchse. Aber vor allem ist es auch die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen, die Vergiftung von Nahrung und der Wegfall von Nahrungsgrundlagen sowie Nistmöglichkeiten. Wir haben hier ein Gebiet mit brütenden Kiebitzen. Dieses wurde eingezäunt mit Elektrozäunen, um Prädatoren abzuhalten. Ich denke, das wäre eine Lösung für besonders bedrohte Arten und bestimmte Schutzzonen. Die Jagd zieht leider oft auch ein weiteres Ansteigen der Populationen nach sich bzw. bringt nicht den gewünschen Erfolg – zumindest soweit ich das schon gelesen habe. Aber wie gesagt: So genau habe ich mich damit noch nicht beschäftigt.

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