Frühling im Anflug...

Frühling im Anflug

Nein, hier gehts heute weder um Hamsterkäufe, Klopapier oder andere apokalyptische Meldungen. Bei mir gehts um den Frühling, der bei uns Einzug hält. Heute summten die ersten Gehörnten Mauerbienen um mein Insektenhotel. Honigbienen schwirrten durch die Blutpflaume. Und gestern habe ich pünktlich zwei neue Lebensräume an einem Ort des Todes geschaffen.

Eine siebzig Jahre alte Tanne hat die beiden Dürre-Jahre mit Hitzerekorden nicht überstanden. Die Borkenkäfer haben ihr zusätzlich den Rest gegeben und sie musste – zusammen mit sieben weiteren Nadelholz-Kollegen – in meinem Hof und Garten gefällt werden. Das war schade, doch wo etwas weichen muss, dort entsteht was Neues. – Dachte ich mir und fing mal an…

Upcycling-Wildbienenhotel aus Resthölzern und Deckeln von Fischkonserven-Dosen als Dach
Upcycling-Wildbienenhotel aus Resthölzern und Deckeln von Fischkonserven-Dosen als Dach
Vertikales Blumenbeet - Thymian, Fetthenne, Hauswurz und Glockenblumen... Gleich drei Beete dieser Art habe ich am Baumstamm neben und hinter dem Insektenhotel angebracht. Der Aufbau: Wasserfeste Holzplatten ergeben einen Kasten, der nach oben und vorne hin offen ist. Darin habe ich Reste der Teichfolie mit einem Abstand von etwa zehn Zentimetern von der Rückwand festgetackert. Und vor die Folie etwa mit fünf Zentimetern Abstand Restbestände meines Wachtel-Volieren-Drahts. Hinter die Folie habe ich nicht zu lockere Erde aufgefüllt, dann den Draht an gewünschten Pflanzorten diagonal über Kreuz aufgeschnitten, mit dem Teppichmesser in die Folie ebenso ein "X" geschnitten, Erde für das Einpflanzen sparsam herausgeholt und dann die Pflanzen in die Löcher gedrückt. Den aufgeschnittenen Draht wieder über die Pflanzen gebogen und Moos eines Friedhofsgestecks "upgecycelt", indem es nun die schwarze Folie verdeckt. Am Schluss habe ich die Pflanzen noch vorsichtig gegossen und jetzt warte ich, bis es blüht... ;-)
Ein Vertikales Blumenbeet am Baumstamm – Thymian, Fetthenne, Hauswurz und Glockenblumen wachsen hier… Gleich drei Beete dieser Art habe ich am Baumstamm neben und hinter dem Insektenhotel angebracht. Der Aufbau: Wasserfeste Holzplatten ergeben einen Kasten, der nach oben und vorne hin offen ist. Darin habe ich Reste von Teichfolie mit einem Abstand von etwa zehn Zentimetern von der Rückwand festgetackert. Und vor der Folie habe ich dann in etwa mit fünf Zentimetern Abstand Restbestände meines Wachtel-Volieren-Drahts befestigt. Als nächsten Schritt habe ich den Hohlraum zwsichen Folie und Rückwand mit nicht zu lockerer Erde aufgefüllt, dann den Draht an den gewünschten Pflanzorten diagonal über Kreuz aufgeschnitten, mit dem Teppichmesser in die Folie ebenso ein „X“ geschnitten. Nun konnte ich die Erde für das Einpflanzen sparsam herausholen und dann die Pflanzen in die Löcher drücken. Den aufgeschnittenen Draht habe ich dann wieder über die Pflanzen gebogen und das Moos eines Friedhofsgestecks „upgecycelt“, indem es nun die schwarze Folie verdeckt. Am Schluss habe ich die Pflanzen noch vorsichtig gegossen und jetzt warte ich, bis es blüht… 😉 Und mache mich die Tage an die beiden weiteren vertikalen Blumenbeete.
Baumgesicht mit Meise... Den Stamm haben wir mit einem "Baumgesicht" dekoriert, doch hier zählen vor allem die "inneren Werte". Denn unter dem Hut aus Holz, den man hier von unten sieht, ist es hohl. Leider gab es keine spezielle Ausführung des Gesichts, angepasst an US-Präsiendenten... ;-) Da hätte sich auch die Kohlmeise sicher nicht wohlgefühlt, also passt das schon so. Denn über der Nase des Gesichts sieht man das Einflugloch für eine Nisthöhle, an der sich heute schon ein Meisen-Mann mit seiner Partnerin zu schaffen gemacht hat.
Baumgesicht mit Meise… Den Stamm haben wir mit einem „Baumgesicht“ dekoriert, doch hier zählen vor allem die „inneren Werte“. Denn unter dem Hut aus Holz, den man hier von unten sieht, ist es hohl. Leider gab es keine spezielle Ausführung des Gesichts, angepasst an US-Präsiendenten… 😉 Da hätte sich auch die Kohlmeise sicher nicht wohlgefühlt, also passt das schon so. Denn über der Nase des Gesichts sieht man das Einflugloch für eine Nisthöhle, an der sich heute schon ein Meisen-Mann mit seiner Partnerin zu schaffen gemacht hat.

Penthouse Maja mit Nistklotz

Neuigkeiten gibt es auch zum Eier-Lego-Nistkasten. Noch habe ich hier keine Blaumeise entdeckt, die einziehen möchte. Doch die ersten Gehörnte Mauerbienen sind heute bereits durch die Fenster ins Wildbienen-Penthouse eingeflogen.

 

10 Gedanken zu “Frühling im Anflug

  1. Danke, diese Beschreibung hatte ich zwar noch vage als „gelesen“ im Kopf, wusste sie aber nicht zu finden. Nachdem bei uns ja die Dürre unter den Bäumen Opfer fordert und auch meine grossen Birken mittelfristig so geschädigt mit ihrer ganzen Länge zur Unfallgefahr werden, mache ich mir Gedanken, wie ich sie wenigstens mit einigen Metern Höhe behalten und mit Nistkästen und „Fremdgrün“ weiterhin behalten und den Bewohnern nutzbar erhalten kann.

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    • Ja, es ist erschreckend, wie sehr die Natur leidet. Bei uns die 70-jährige Birke vorm Haus ist noch grün. Aber im Garten die zwei vierzigjährigen sehen nicht mehr so gesund aus. Ihre Blätter färben sich gelblich und an den Spitzen fallen sie ab. Ich gieße jetzt regelmäßig die vorm Haus und auch die im Garten. Aber über kurz oder lang werden sie das wahrscheinlich nicht überstehen.

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      • Wenn schon so deutliche Schäden zu verzeichnen sind, lässt sich wahrschenlich wirklich nur verzögern, nicht mehr retten.

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      • Letztes Jahr hatten sich die Blätter auch gelb gefärbt, aber dieses Jahr beginnen sie teilweise abzufallen. Ich fürchte allerdings auch, dass sich das Ende nur verzögern lässt. Es sind ausgerechnet Bäume, an denen auch Fledermaus-Spaltkästen hängen, die angenommen werden. Also ist es Zeit, neue Plätze für sie zu suchen.

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      • Wenn es optisch irgendwie vertretbar mit Kletterpfanzen hinzukriegen ist, sind die gekürzten Stämme bestimmt noch für Nistkästen zu gebrauchen, An der entkronten Eiche funktioniert es auch sehr gut.

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      • Ich denke bei uns an Hopfen. Der wächst wild an den Wegrändern hier ringsum und kommt schneller voran als Wilder Wein (dauert an der Eiche ewig) oder Efeu.

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