Wahrscheinlich reflektieren zu keiner Zeit mehr Menschen über ihr Leben als zwischen den Jahren. Sie fassen sich gute Vorsätze und stellen ihr bisheriges Tun auf den Prüfstand. – Mehr Sport machen, gesünder essen, weniger stressen lassen, mehr erleben, aufhören zu rauchen, … Ein Neustart ist es, den man am Datum festmachen kann. Leider gehen die guten Vorsätze, ähnlich wie das Feuerwerk zuvor, nach wenigen Tagen in Rauch auf. Doch es gibt eine Möglichkeit, das zu verhindern…
Einfach schonmal machen. 😊 Denn natürlich kann man mit den guten Vorsätzen bereits anfangen, wenn die Uhr noch gar nicht Mitternacht geschlagen hat.
Ich habe mir zum Beispiel das Upcycling als guten Vorsatz genommen. Zwar habe ich schon einige Zeit darüber nachgedacht und ein paar Dinge umgesetzt. Doch 2020 will ich das noch intensivieren. Wenn ich mir anschaue, wie viele Dinge im Müll landen, die eigentlich noch einen Zweck erfüllen könnten, wird mir ganz anders. Ob man in die Container des Wertstoffhofs schaut oder an die Straßenränder bei der Sperrmüllabfuhr: Da liegen neue und ungenutzte Werkzeuge im Container, und stehen fast neuwertige Fahrräder, Sitzmöbel, Schränke und Tische für die Abfuhr bereit.
Mit diesen an sich noch tollen Dingen landet nicht nur Brauchbares in der Tonne, sondern am Ende unsere Welt. Denn indem immer mehr produziert wird, bei immer kürzerer Nutzungsdauer, werden Ressourcen unverschämt verschwendet. Das verursacht Treibhausgase, was den Klimawandel zusätzlich anheizt. Es vernichtet Lebensräume durch den Abbau von Bodenschätzen, die Vergiftung von Flüssen und Böden, das Abholzen von Wäldern.
Zu diesem Wahnsinn möchte ich nicht mehr länger beitragen und so lautet mein guter Vorsatz für nächstes Jahr: Aus alt mach neu – Nonsum macht frei! 😉
Alte Dinge reparieren, weiternutzen, den Technik-Trends nicht blind folgen, aber auch aus vermeintlichem Abfall was Schönes und Neues schaffen. Ideen habe ich schon einige, über deren Umsetzung ich hier berichten werde. Und ich hab auch schon mal angefangen:
Dies ist der neue Meisen-Nistkasten „Eier-Lego“, in Kombination mit der Penthouse-Ergänzung „Maja“. Zwar besteht er aus Plastik, doch ich habe für entsprechende Belüftung gesorgt, damit es nicht nass wird im Nest. Das Fenster habe ich ein wenig mit der Feile auf die nötige Höhe von 2,8 Zentimeter erweitert, damit eine Blaumeise einziehen kann. Befestigt wurde das Haus mit Schrauben auf Holz. Aber ansonsten hat es alles, was ein Lego-Haus ausmacht. Inklusive eines Ritters, der die Bewohner gegen feindliche Eindringlinge verteidigt. Das Penthouse ist möbliert und enthält einen geräumigen Nist-Klotz, der Bohrlöcher verschiedener Größe bereit hält. Der kompakte Bau und die großen Fensterfronten verhindern einerseits, dass jemand seinen Schnabel in fremde Nester steckt. Andererseits bieten sie genügend Platz und Luft für die Bewohner, damit sie sich auch schön einnisten können. Selbst einen Baum hat das Haus, und einen Briefkasten, damit bald die Post abgeht… 😉


So, nun konnte ich endlich mal wieder meine Lego-Baukünste einsetzen, um ein kleines Häuschen zu entwerfen. Die Bausteine erfüllen einen neuen Zweck, anstatt im Speicher Platz zu versperren oder gar im Müll zu landen.
Jetzt brauche ich nur noch ein trockenes Plätzchen unter einem Dachvorsprung und schon ist neben dem Häuschen auch ein Teil von meinem ersten Vorsatz in trockenen Tüchern.

Eine ganz bezaubernde Idee! Ich wünsche den Häuschen ein erfolgreiches Eierjahr 2020 und vielen Dank für deinen Besuch bei mir 🙂
LikeGefällt 1 Person
Danke Dir 🙂 Ich hoffe, es wird ganz bald ein Meisenpaar einziehen.
LikeGefällt 1 Person
Blaumeisen – so bunt wie das Haus 🙂
LikeGefällt 1 Person
Genau 🙂 Ich bin gespannt und werde berichten, sobald es einen Bewohner gibt.
LikeGefällt 1 Person
Hui! Villa Kunterbunt! Da bin ich mal gespannt, ob jemand einzieht! Viel Erfolg!
Ja, Upcycling ist eine großartige Methode, dem Konsum-Wegwerf-Wahnsinn was entgegenzusetzen. Wenn man die Gegenstände, die nicht mehr gebraucht werden, mit anderem Blick anschaut, dann erkennt man in ihnen das Material. Zum Beispiel alte Kleidung, Bettwäsche, Tischdecken, Vorhänge usw. – das beste Stofflager der Welt! 🙂 Schon seit einiger Ziet hebe ich alles auf, was man tatsächlich auch nicht mehr in SecondHandläden oder Sozialkaufhäusern abgeben kann, und nähe daraus Dinge für den Alltasggebrauch: Einkaufstaschen zum Beispiel 🙂 auch ein ideales Geschenk! Und jede*r ist verwundert, wenn ich sage: Das war mal ein T-Shirt, eine Schlafanzughose oder ähnliches.
🙂 vor kurzem meinte ein Aktivist: „Selbstversorgung ist der beste Weg, aus dem System auszusteigen, nicht mehr alles mitzumachen Denn alles, was man selber herstellt, kauft man nicht mehr, und damit unterstützt man das aktuelle Konsumsystem auch nicht mehr.“
Für Upcycling gilt das gleiche – ist auch ein Stück Selbstversorgung. 🙂
LikeGefällt 1 Person
Ja, wahrscheinlich zieht eine Lego-Meise ein… 😉 Ich bin echt mal gespannt, ob sich eine Blaumeise einnistet. Das Loch müsste mit 2,8 cm passen. Ich werde es in den nächsten Tagen aufhängen, da ich glaube, die Brutsaison wird bald losgehen. Letztes Jahr hatte schon Anfang Februar ein Blaumeisen-Weibchen Eier gelegt. Es ist ja sehr mild, speziell auch hier im Rhein-Main-Gebiet.
Das ist ja toll, dass Du aus altem Stoff Neues nähst. Gerade als Geschenk ist das dann auch was ganz Besonderes. Ja, da hat der Aktivist recht mit der Selbstversorgung. Ich versuche das jetzt in diesem Jahr mal umzusetzen und zu schauen, was man machen kann. Mein Ziel ist es, jeden Monat was aus „Abfällen“ herzustellen. Wenn es klappt, poste ich es dann auch. 😉
LikeLike
[…] gibt es auch zum Eier-Lego-Nistkasten. Noch habe ich hier keine Blaumeise entdeckt, die einziehen möchte. Doch die ersten Gehörnte […]
LikeLike
[…] gibt gute Nachrichten vom Eier-Lego. Es ist bewohnt. Schon seit einiger Zeit schwirren Interessenten um das Haus. Jetzt habe ich mal […]
LikeLike