Nachdem sich die Fliegenden Fische in meinem Teich als Kaulquappen entpuppt hatten, beobachtete ich ein wahres Gewimmel im Wasser. Sie schossen durch die Gegend, sprangen über die Wasseroberfläche hinaus und lauerten unter Wasserschwimm-Pflanzen nach Beute. Das war vielleicht ein Naturschauspiel und ich war richtig stolz auf meinen kleinen Naturteich. Nachdem das Wasser sich nach dem Einbringen von Zeolith auch noch geklärt hatte, schien alles gut. Doch dann schwante mir Böses: Der Teich verlor erschreckend viel Wasser.
Nach dem ich anfangs immer mal wieder 1.000 Liter Wasser nachgefüllt hatte, und das Wasser gleichzeitig extrem schnell wieder auf den alten, niedrigen Stand gefallen war, wurde mir klar: Hier war etwas oberfaul.

Während ich die kleinen und größeren Frösche bei ihrer Jagd beobachtete, suchte ich den Außenbereich nach feuchten Stellen ab. Ich konnte mir nur vorstellen, dass die Kapillarsperre nicht funktionierte und dabei die sehr trockene Erde außerhalb des Teiches das Teichwasser übers sandige Ufer nach außen zog. Trocken genug war das Erdreich ja…
Also begann ich damit, am Uferbereich den Kies auf der Folie abzutragen, baute eine Trockenmauer zurück und richtete die Folie nach oben, füllte die dabei entstehende Mulde wieder mit Kies. So eine richtige Lücke in der Kapillarsperre, die ich ja bei Teichanlage schon eingerichtet hatte, konnte ich nicht entdecken. Und als ich einen Großteil des Ufers bearbeitet hatte, füllte ich erneut Wasser auf: Und – wieder Fehlanzeige! Es nahm wieder ab. Das konnte doch nicht wahr sein!!!
Sollte es doch mit der extremen Hitze zusammenhängen? Etwas anderes konnte es doch gar nicht sein! Es saßen zwar viele Kaulquappen im Teich, aber die würden mir ja wohl nicht den Teich leer saufen… 😉

Doch was war das??? Inmitten dieser eigentlich wunderschönen Idylle bahnte sich Unheil an! Während ich noch ein paar neuen Pflanzen im Uferbereich eingrub, stockte mir der Atem.
IN-DER-FOLIE-WAR-EIN-LOCH!
Und dort hinten war noch eins, in der linken Ecke ein weiteres!

So groß wie eine Erbse waren sie maximal. Und allem Anschein nach hatte dort ein Nagetier seine Spuren hinterlassen. So ein Mist aber auch!
Also hieß es:
Geeignetes Silikon besorgen, das unbedingt für Teiche und Aquarien geeignet sein muss!!!
Folienstücke zurecht schneiden…
Und dann am Teichrand entlang klettern, aufpassen dass man nicht ins Wasser fällt und sich nicht die Finger mit dieser klebrigen, hartnäckigen, schwarzen Masse zu sehr beschmiert. Denn unter den Nägeln bekommt man das so schnell nicht wieder weg.
Wie es scheint, ist die Operation gelungen, die Folie scheint wieder dicht zu sein. Jetzt heißt es nur noch, alle Folienfalten komplett mit Steinen, Kies oder Sand bedecken. Besonders auch jene, die sich direkt oberhalb der Wasseroberfläche befinden.
Und dann heißt es jetzt wieder, die Trockenmauer neu aufzuschichten. Bei der Gelegenheit will ich unterhalb der Trockenmauer eine Überwinterungskammer für Eidechsen bauen. Denn die müssen einen Meter tief sein und mit groben Steinen gut befüllt sein, natürlich mit passenden Zwischenräumen für die kleinen Echsen…


[…] mal ein paar Bilder vom Teich… Inzwischen konnte ich die Löcher verkleben und der Wasserspiegel blieb konstant. Das Wasser […]
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