Heute ist es mal wieder an der Zeit für ein neues Gesicht-Gedicht. Eine Waldohrheule hat sich nach dem Kahlschlag in Nackenheim zu Wort gemeldet und hat uns etwas zu sagen, was uns alle betrifft…
Heute ist es mal wieder an der Zeit für ein neues Gesicht-Gedicht. Eine Waldohrheule hat sich nach dem Kahlschlag in Nackenheim zu Wort gemeldet und hat uns etwas zu sagen, was uns alle betrifft…
Bei meinem heutigen Beitrag handelt es sich um eine Anzeige/Werbung. Doch wer mich kennt weiß, dass ich nur für Dinge werbe, die ich für gut befinde und die mir am Herzen liegen. Und nach meinem letzten Artikel mit dem Grünen Telefon beschäftigt mich das Thema „Müll“ ohnehin sehr. Was Müll nun mit der Werbung zu tun hat, dazu später mehr. So viel vorab: Müll ist überall präsent! In den Weltmeeren treibt Plastikmüll in riesigen Strudeln, wodurch Meeresbewohner direkt sterben oder schleichend vergiftet werden. Auch in den Flüssen ist jede Menge Plastik unterwegs: Große Teile und Mikropartikel. Giftige Stoffe werden durch den Müll abgegeben, reichern sich hier auch in den Wasserbewohnern an – und diese landen dann nicht selten auf unseren Tellern. Die Medien berichten regelmäßig über gewaltige Müllstrudel im Pazifik und Atlantik. Doch was, wenn sie nur die Spitze des Müllberges wären? Und Plastik ein Grund dafür, dass auf unseren Feldern in Zukunft deutlich weniger Gemüse geerntet werden könnte?
Das Fest der Liebe steht vor der Tür. Und mit ihm viele kulinarische Köstlichkeiten. Am bekanntesten ist wohl die Weihnachtsgans, aber auch Rind- und Schweinefleisch landen auf der festlichen Tafel. Das Festmahl soll die feierliche Atmosphäre dieser besinnlichen und geselligen Tage noch unterstreichen. Doch was landet da wirklich auf unseren Tellern am Fest der Liebe…? Was hat das mit Liebe zu tun? Und was sagt der Papst dazu? Mit diesen Fragen beschäftigt sich folgendes Gedicht.
In China wurden zwei Mädchen geboren. Das ist erst mal nichts Außergewöhnliches. Dass sie angeblich die ersten Menschen mit gezielt veränderten Genen sein sollen, ist dagegen eingeschlagen wie eine Bombe. Überall her kommt Kritik an dem Forscher, der nach eigenen Angaben ein Gen im Erbgut der Embryonen ausgeschaltet hat, wodurch die Kinder resistent gegen HIV seien. Hier ein Bericht in der Zeit-Online. Das Geschrei ist groß und viele melden ethische Bedenken an. – Menschenversuche, so ist sich die Mehrheit einig, sind absolut abzulehnen. Doch gibt es eigentlich auch ein Scheinheiligkeits-Gen? Dann bitte ausschneiden und entsorgen…
Was für tolle Nachrichten! Ich konnte es kaum fassen, dass ein Rodungsverbot für den Hambacher Forst erlassen wurde. Und als dann auch noch das Demonstrationsverbot für die geplante Groß-Demo am Forst aufgehoben wurde, machte sich ein Glücksgefühl in mir breit. Zwar ist der Wald damit noch nicht gerettet, aber bis zu einem endgültigen Urteil darf er nicht abgeholzt werden. Und die Chancen stehen wohl gar nicht mal so schlecht, dass RWE dieses Mal den Kürzeren zieht und sich – zusammen mit der verbündeten Landesregierung – einen neuen Werbeslogan aneignen kann: Außer Spesen nix gewesen!
Ja, Schadenfreude ist die schönste Freude… Und einen Schaden hat RWE allemal.
Am Samstag war ich im Baumarkt unterwegs, um Holz und Schrauben für meine dritte Wachtel-Voliere zu kaufen. Denn ich konnte nicht anders und habe mich für ein „Happy End“ entschieden – anstatt für das Schlachten. Die Wachtel-Hähne sind nun mal fühlende Wesen und sie können nichts dafür, dass sie mit dem „falschen Geschlecht“ geboren wurden, keine Eier legen und deshalb ohne materiellen Nutzen sind. Und da alle Gnadenhöfe, die ich angeschrieben hatte, keine Wachtel-Hähne aufnehmen wollten oder konnten, habe ich mich entschlossen, dann eben meinen eigenen kleinen „Gnadenhof“ einzurichten… Als ich im Baumarkt das benötigte Material zusammen hatte, ging ich zur Kasse und mir stach ein Produkt ins Auge: Fluginsekten-Vernichter
Kükenschreddern in der Lebensmittelindustrie ist leider noch immer traurige Realität. Hähne fallen dieser unethischen und barbarischen Methode ebenso zum Opfer, wie dem „Vergasen“. Der Grund: Man kann die standardmäßig genutzte Rasse in der Eierproduktion nicht für die Fleischproduktion nutzen, da die Tiere darauf gezüchtet sind, all ihre Energie ins Eierlegen zu stecken, und nicht „Fleisch anzusetzen“. Und da Hähne keine Eier legen, tötet man sie direkt. Die BID – Bruderhahn Initiative Deutschland versucht diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen und auch die „Hähne“ zu nutzen.
Heute gibt’s mal ein Uptdate zu den Wachteln. Zunächst das Positive: Die Eier schmecken sehr gut und es gibt auch jeden Tag ordentlich Nachschub. Doch hat die Sache leider viele negative Aspekte, die ich hier auch mal aufführen möchte. Für alle, die mit dem Gedanken spielen, sich Wachteln anzuschaffen, sei eines gesagt: Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen Mühe. Und das gilt ganz besonders für Wachteln…
Schon gesehen? Bei REWE gibt’s jetzt auch Insekten-Burger zu kaufen. Kein Witz! Der Lebensmittel-Multi hat wohl als erster in Deutschland den Ernährungstrend erkannt und Insekten ins Sortiment aufgenommen. Wir erinnern uns: REWE will ja auch Vorreiter sein in Sachen Nachhaltigkeit, kooperiert mit dem WWF. Tiersticker fürs Sammelalbum werden verteilt, gemeinsame Aktionen gestartet und allgemein mit dem Umweltschutzgedanken geworben. So muss REWE nun natürlich auch beim Insektentrend Vorreiter sein. Schließlich bedeutet die Ernährung mit diesen kleinen Krabblern die Zukunft, ist gut fürs Klima, für die Umwelt und den Planeten. Das ist doch so, oder?
Endlich tut sich was in Sachen Plastikvermeidung. Die EU-Kommission macht ernst. Jetzt hagelt es Verbote, damit die Meere nicht weiter vermüllt wird, die Natur nicht weiter verdreckt und vergiftet. Jawohl – die EU verbietet Wattestäbchen, Luftballonhalter, Strohhalme und Stäbchen zum Umrühren von Getränken. Außerdem hat sie Plastik-Einweggeschirr und ausrangierten Fischernetzen den Kampf angesagt. Auf der Verbotsliste fehlen dann nur noch die Quietsche-Entchen und schon wäre die Natur gerettet. Denn sonst treibt ja nichts dort draußen in den Weiten der Meere, sonst liegt nichts mehr in der Natur und wartet Jahrhunderte auf seine Zersetzung… Luftballons könnten auch noch auf der Liste stehen, doch die kann man natürlich nicht verbieten. Wo sollte man ansonsten die viele heiße Luft unterbringen, mit denen man vor den Europawahlen 2019 zeigen möchte, dass man sich den gigantischen Müllstrudeln der Meere annehmen wird?