Auf Weiden grasende Kühe, im Schlamm wühlende Schweine und auf dem Misthaufen pickende Hühner: Diese Idylle nutzen Werbestrategen, um Produkte für den Konsumenten schmackhaft zu machen. Und um Natürlichkeit zu suggerieren. Man nennt dies auch Greenwashing. Und so leben in den meisten Fällen die Tiere eben nicht in einem solch natürlichen Umfeld. Vielmehr vegetieren sie viel zu oft in großen Mastfabriken, ihnen werden grundlegende, arttypische Verhaltensweisen verwehrt. Dafür erhalten sie spezielles Mastfutter, das sie – zusätzlich zu den artwidrigen Umweltbedingungen – krank und anfällig macht. Um diese Defizite auszugleichen, werden die Tiere mit Antibiotika und anderen Medikamenten behandelt. Ziel des Ganzen ist es: Mit möglichst wenig finanziellem Einsatz möglichst viel in möglichst kurzer Zeit herausholen. So hat eine Legehenne bereits nach 15 Monaten 300 Eier gelegt. Ihre Leistung lässt dann verständlicherweise nach, da das Tier sich völlig verausgabt hat. Und wenn ein Tier weniger Leistung bringt, hat es keinen wirtschaftlichen Nutzen mehr: Man bringt das Tier daraufhin zum Schlachter. Und selbst dort bringt dieses Tier nicht mehr viel Profit. Schließlich hat man die Legerasse darauf gezüchtet, alle Energie in die Eierproduktion zu stecken. Fleisch „produziert“ das Tier nicht viel, weshalb es auch beim Schlachter nicht viel bringt. Entsprechend „wertlos“ ist es dann auch aus Sicht des Tierhalters und des Tiertransporteurs. Schwer verletzte oder tote Tiere sind daher beim Tiertransport keine Seltenheit. Und man geht mit den Tieren nicht zimperlich um.Weiterlesen »
