Schon der Klimaschutzplan, den Bundesumweltministerin Hendricks auf der Weltklimaschutzkonferenz in Marokko Ende letzten Jahres vorlegte, hat eines gezeigt: Es steckt sehr viel heiße Luft hinter den Klimaschutz-Versprechen der Bundesregierung. Man steht angeblich hinter der Senkung von Treibhausgasemissionen, will aber weiterhin die Nutzung von Kohlekraft und den Tagebau in Deutschland vorantreiben. Das passt doch nicht zusammen! Auch nicht, dass die Bundesumweltministerin den Forderungen des Umweltbundesamtes widerspricht, den Fleisch- und Milchkonsum durch eine Anhebung der Mehrwertsteuersätze auf 19 Prozent zu „steuern“. Schließlich gehört das Umweltbundesamt zum Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums und man sollte denken, eine Umweltministerin stehe für die Belange der Umwelt ein. Stattdessen argumentiert sie eher, wie es eine Sozialministerin tun sollte. Doch auch diese Argumentation hinkt.
