Das sind die Grenzen!

Alle reden momentan von geschlossenen Grenzen, von einem Stopp der illegalen oder besser noch aller Migration. Sie diskutieren über geschlossene Flüchtlingslager, setzen private Rettungsboote im Mittelmeer fest, während Menschen in den Fluten ertrinken. Viele fürchten sich vor Überfremdung, vor Überforderung und Multikulti, vor Terror und Gewalt, Verbrechen und Armut. Das Heilmittel für alle Probleme scheint die Abschottung zu sein. Außerdem ist man der Meinung, man kann ja nicht der ganzen Welt helfen. Und man fragt, was man denn bitteschön mit dieser ganzen Not, diesem ganzen Elend zu tun habe. Schließlich trage man keine Schuld an der ganzen Misere. Und genau das ist der Trugschluss! Wir tragen Schuld an diesem ganzen Elend, wir treiben Menschen in die Flucht! Und dann wundern wir uns, wenn sie vor unseren Grenzen stehen und ins vermeintliche Schlaraffenland möchten. Dort, wo man so viel Essen hat, dass man Millionen Tonnen davon im Müll entsorgt!

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Da ist doch der Wurm drin…

Schon gesehen? Bei REWE gibt’s jetzt auch Insekten-Burger zu kaufen. Kein Witz! Der Lebensmittel-Multi hat wohl als erster in Deutschland den Ernährungstrend erkannt und Insekten ins Sortiment aufgenommen. Wir erinnern uns: REWE will ja auch Vorreiter sein in Sachen Nachhaltigkeit, kooperiert mit dem WWF. Tiersticker fürs Sammelalbum werden verteilt, gemeinsame Aktionen gestartet und allgemein mit dem Umweltschutzgedanken geworben. So muss REWE nun natürlich auch beim Insektentrend Vorreiter sein. Schließlich bedeutet die Ernährung mit diesen kleinen Krabblern die Zukunft, ist gut fürs Klima, für die Umwelt und den Planeten. Das ist doch so, oder?

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Unrecht wird nicht zu Recht, wenn es unsichtbar wird!

Bilder von kranken, leidenden, sterbenden oder zu Tode geprügelten Tieren fördern definitiv nicht den Absatz von Fleischprodukten. Auch nicht zur Grillsaison. Trotzdem flackern sie regelmäßig über unsere Bildschirme. Tierschutzverstöße, die teils im Beisein von Amtsveterinären geschehen, erschüttern und lassen den einen oder anderen gewissenhaften Menschen sein Konsumverhalten überdenken. Die Bilder wurden von Tierrechtlern gefilmt, welche in die gut geschützten Anlagen vordringen, Kameras installieren und somit einen Blick in diese moralische und rechtliche Grauzone ermöglichen. Nun hat sich die Bundeslandwirtschaftsministerin in diese Problematik eingeschaltet. Sie will dem offenbar nicht länger tatenlos zusehen. Und was macht man, wenn man solche Bilder abstellen möchte? Genau! – Man führt härtere Strafen gegen die Tierrechtler ein, bedroht Tierrechtsorganisationen mit der Aberkennung der Gemeinnützigkeit und schafft somit klare Verhältnisse.
Keine Tierrechtler = Keine Kameras = Keine Qualbilder = Werbelügen und steigende Verkaufszahlen

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Grün ist die beste Rendite

Wieder flimmern Bilder von abgeholzten Regenwäldern über unsere Bildschirme mit sterbenden Orang Utans und schwindenden Arten. Der April 2018 war der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In Syrien sterben weiterhin Menschen im Bombenhagel, in Afrika an Hunger und Durst. Das Great Barrier-Riff in Australien wurde durch Umweltzerstörung und Klimaerwärmung schon zu einem Drittel zerstört, und am Nordpol findet man Unmengen Mikroplastik. Wir wollen uns wehren gegen das, was wir da sehen und wollen uns ihm entgegen stellen. Wir nutzen Ökostrom, kaufen Bio und regional, spenden für leidende Menschen und meiden Palmöl. Und doch finanzieren wir noch immer viel zu oft diese Schweinereien. – Kohle, Atomenergie, Lebensmittelspekulation, Rohstoffabbau und sogar Waffen. Ganz unbewusst, durch unser Bankkonto oder anderes Investment. Dabei geht es auch anders…

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Frohe Ostern…

Ostern ist das Fest des Neubeginns, des neuen Lebens. Nicht umsonst hat das Christentum für das Osterfest Eier und Hasen als Sinnbild der Fruchtbarkeit gewählt. Das ist eine tolle und leckere Sache und auch ich habe einige Schokoeier und einen Schokohasen verspeist. Beim Blick auf die Zutatenliste des Hasen bin ich dann jedoch etwas ins Grübeln gekommen. Und ausgerechnet ein Schoko-Ei brachte mich schließlich auf die Palme…

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Gesicht-Gedicht V

Geklonte und für die Autoindustrie gequälte Affen… Aus gegebenem Anlass kommt heute bei mir ein Primat zu Wort und er hat eine deutliche Botschaft parat. Es wird aber auch langsam Zeit, dem nächsten Verwandten der Menschheit Gehör zu schenken. Er hat einiges zu berichten: Über die vielen tausenden seiner Art, die ihr Leben in Versuchslaboren fristen und verlieren; die ungezählten Orang-Utans, deren Lebensraum man abfackelt, abholzt, die man gefangen nimmt, in Käfigen hält und prostituiert (ja, richtig gelesen, mehr dazu hier!); über viele Berggorillas, deren Wälder man vernichtet,… Also: Hören wir ihm zu.

 

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Gesicht-Gedicht IV

Heute soll mal eines meiner Hühner zu Wort kommen. Das ist übrigens die Henne, die immer schön melodisch vor sich hin singt, anstatt klassisch zu gackern. Sie hätte sicherlich einiges zu sagen, wenn sie könnte. Und sie würde für ihre Art eine Lanze brechen, wenn sie von den Zuständen in der Massentierhaltung eine Ahnung hätte. Vielleicht mit diesen Worten…?

Gesicht-Gedicht Huhn

Gesicht-Gedicht III

In meiner Reihe „Gesicht-Gedicht“ kommt heute mal die so genannte „Ratte der Lüfte“ zu Wort, jenes Tier, das unter großer Anfeindung und Vertreibung leidet. Und zugleich mit einer verblüffenden Hartnäckigkeit die Nähe des Menschen sucht.
Und jene Taube, die letztes Jahr in der Birke vor meinem Haus gebrütet hat,
erzählt uns etwas über Liebe, Nachwuchs und Zukunft…

 

Gesicht-Gedicht Taube

Gesicht-Gedicht I

Tiere haben es nicht leicht in unserer Gesellschaft. Zwar geht es vielen Haustieren gut, die putzigen Tierchen sind beliebt und werden geschützt. Doch gleichzeitig leiden jedes Jahr Milliarden von Schweinen, Rindern, Hühnern, Ziegen, Gänsen, Puten und anderen Tieren in den Ställen der Massentierhaltung. Es sterben Millionen Tiere – auch beliebte Schmusetiere, wie Kaninchen, Katzen und Hunde – anonym in Tierversuchslaboratorien, wo sie zuvor sehr viel Leid ertragen müssen. Der gesellschaftliche Widerstand dagegen ist nicht sehr groß, Fleisch wird immer noch gegessen und vor allem viel zu oft noch auf abgepackte, billige Discount-Ware gesetzt. So ein Schnitzel ist relativ anonym, hat kein Gesicht und es lässt sich leicht verdrängen, dass hinter diesem Stück Fleisch zuvor ein lebendiges, fühlendes, denkendes und vor allem leidendes Wesen steckte.
Daher habe ich die die Reihe „Gesicht-Gedicht“ gestartet. Mit ihr werde ich es in unregelmäßigen Abständen ermöglichen, den Tieren ins Gesicht zu blicken. Und mit den kombinierten Gedichten lasse ich sie zugleich zu Wort kommen.
Ich hoffe dadurch das Schweigen zwischen der steril eingeschweißten Ware und dem menschlichen Konsumenten brechen zu können. Und vor allem Schweigen des menschlichen Gewissens!

 

Gesicht-Gedicht Rind