Ein Teich ist auch nur ein Mensch

Zwei Mann, ein Spaten, eine Schippe, eine Schubkarre, Unmengen Erde. Schweißgebadet graben sie sich Hieb um Hieb in steinigen Boden. Sie arbeiten sich immer weiter vor, damit das Loch groß genug wird. Groß genug, um gleich mehrere Menschen in sich aufnehmen zu können. Fünf Meter lang, vier Meter breit, und ordentlich tief…
Die Nachbarn schauen schon, Passanten werfen vom Grasweg, der am Garten vorbeiführt, einen kritischen Blick. Ich nehme es wahr, doch mir ist es egal. Es ist Mittag, die Sonne brennt mir auf den Kopf und ich verfluche, dass ich ausgerechnet hier gegraben habe, anstatt mir ein schattigeres Plätzchen zu suchen. Doch dann mache ich mir klar: Ein Teich braucht nun mal Sonne!

Weiterlesen »

Bienen

Biiieeenen!

Honigbienen sind wichtig für die Ökosysteme. Auch hängt die Bestäubung vieler Kultur- und Wildpflanzen von ihnen ab. Sie sind sehr interessante, soziale und faszinierende Wesen. Außerdem produzieren sie leckeren Honig. Und sie liefern obendrein auch noch Wachs für Kerzen.
Ihre Existenz ist bedroht. Parasiten machen ihnen das Leben schwer, Umweltgifte schwächen ihre Abwehrkräfte ebenso wie fehlende Blütenvielfalt…
Mit all den Themen beschäftige ich mich schon seit Jahren. Und ich engagiere mich für ein Verbot von Pestiziden, für mehr Blüten- und vor allem Wildpflanzenvielfalt.
Doch wird beim Bienensterben ein weiterer Aspekt sträflich vernachlässigt: Das Imkersterben.
Lange galt das Imkern als Tätigkeit für Herren in gehobenem Alter.
Doch hier findet allmählich ein Wandel statt. Einer, dem ich folgen möchte. Daher galt das Motto für den Mai: Ran an die Bienen und Imker lernen!

Weiterlesen »

Gehörnte Mauerbiene in Niströhre

Die Ruhe vor dem Summ

Tomaten, Paprika und Zucchini stehen in kleinen Pflanzgefäßen auf meiner Fensterbank. Sie wachsen dem Jahr entgegen, ihrer großen Zeit. Bald, spätestens wenn die Eisheiligen vorüber sind, werden sie auch im Freien wieder ihre Wurzeln in die Erde treiben und leckere Früchte bilden.
Doch werden sie viele Früchte tragen? Wie kann ich sie dazu bringen, dass sie das tun und dass die Ernte gut ausfällt? Ein Blick zu meiner „Butterbeer“ im Garten zeigt die Lösung auf: Durchlöcherte Äste
Weiterlesen »

Selbstversorgung

Selbstversorgung ist ein Begriff, dem ich noch mehr Leben einhauchen möchte. Und zwar über das Gemüsebeet im Garten hinaus. Daher geht’s heute ganz praktisch mal wieder um meine Schritte zu mehr Selbstversorgung. Dabei hat es in den letzten Wochen Fortschritte gegeben, die ich nicht vermutet hätte. Gleichzeitig gab es aber auch Rückschläge, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Doch habe ich durch diese Rückschläge etwas gelernt: Zimt schmeckt nicht nur gut…

Weiterlesen »

Tod unter Palmen

Palmöl – ein Alleskönner: Es ist billig herzustellen, vielseitig einsetzbar, entfaltet hervorragende Eigenschaften bei der industriellen Herstellung verschiedenster Produkte. Sei es in Lebensmitteln, Tierfutter, Körperpflege- und Reinigungsmitteln, aber auch Lacken und Biotreibstoffen: Palmöl steckt darin und scheint perfekt zu sein. Nicht umsonst ist es heute bereits in jedem zweiten Supermarktartikel enthalten. Und die Nachfrage wird sich in naher Zukunft nahezu verdoppeln.
Dabei wird das Öl aus den Früchten der „Ölpalme“ gewonnen, die sehr ertragreich ist. Sie wächst in tropischen Breiten und wird bis zu 30 Meter hoch. Ursprünglich stammt sie aus Afrika, wird aber in den letzten Jahrzehnten zunehmend in Staaten rund um den Globus angebaut, die entsprechende klimatische Bedingungen bieten.
Doch schaut man genauer hin, zeigt sich, dass Palmöl auch sehr viele Schattenseiten hat: Es sorgt für gewaltige Zerstörungen rund um den Globus, heizt Artensterben und Klimawandel an, ist für die Ausbeutung von Menschen mit verantwortlich. Und immer öfter wird auch Krebs mit ihm in Verbindung gebracht…

Weiterlesen »

Rind auf der Weide

Steuer zum Umsteuern?

Schon der Klimaschutzplan, den Bundesumweltministerin Hendricks auf der Weltklimaschutzkonferenz in Marokko Ende letzten Jahres vorlegte, hat eines gezeigt: Es steckt sehr viel heiße Luft hinter den Klimaschutz-Versprechen der Bundesregierung. Man steht angeblich hinter der Senkung von Treibhausgasemissionen, will aber weiterhin die Nutzung von Kohlekraft und den Tagebau in Deutschland vorantreiben. Das passt doch nicht zusammen! Auch nicht, dass die Bundesumweltministerin den Forderungen des Umweltbundesamtes widerspricht, den Fleisch- und Milchkonsum durch eine Anhebung der Mehrwertsteuersätze auf 19 Prozent zu „steuern“. Schließlich gehört das Umweltbundesamt zum Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums und man sollte denken, eine Umweltministerin stehe für die Belange der Umwelt ein. Stattdessen argumentiert sie eher, wie es eine Sozialministerin tun sollte. Doch auch diese Argumentation hinkt.

Weiterlesen »