Was für ein Jahr! Ich sitze hier vorm Adventskranz und sehe die dritte Kerze leuchten. Bald ist Weihnachten und dann dauert es nicht mehr lange, bis ein neues Jahr beginnt. Ich wünsche euch ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest.
Eine Besinnlichkeit, die leider schon seit einigen Jahren auf der Strecke bleibt. Krisen über Krisen, Medientrubel, Hektik. Immer mehr Informationen überfluten uns.
Von flackernden Werbebotschaften bis hin zu öffentlichen Mitteilungen über Krieg und Frieden. – Wobei man zwischen dem einen und dem anderen teils nicht mehr unterscheiden kann.
„Only bad news are good news.“
Eine bekannte Regel in der Medienlandschaft besagt, dass die schlechten Nachrichten Auflage generieren. Und so rennen wir medial von der einen zur anderen Hiobsbotschaft. Und wir denken am Ende: Alles ist schlecht!
Was das mit uns macht? Vor allem macht es Angst, es stresst und stumpft am Ende ab.
Die Angst als Ur-Emotion
Die Angst ist eine Ur-Emotion. Nicht umsonst stecken in unserem Körper noch immer bestimmte Reaktionsmuster. Stand einer unserer Ahnen in der Steinzeit plötzlich dem Säbelzahntiger gegenüber, musste er schnell reagieren. Kein Überlegen, sondern rasant handeln: Flucht, Angriff oder Verstecken
Noch heute funktioniert dieses System. Menschen in Angst lassen sich wunderbar beeinflussen. Zaubert man der Öffentlichkeit immer wieder einen Säbelzahntiger mental in die Wahrnehmung, kann man Mehrheiten schaffen und steuern. Eine Behauptung wird durch dauernde Wiederholung zur vermeintlichen Gewissheit. Und schon können politische Mehrheiten verschoben werden.
Da kann man noch so gut argumentieren: Schüren andere die Angst mit immer wiederholenden Schlagzeilen, wird ein Meinungsbild verstärkt und Tatsachen werden schlicht geleugnet oder ignoriert.
Ja, Populisten verstehen es, die Meiden mit ihren „bad news“ zu überfluten.
Populisten, die zugleich finanziell getragen werden: Durch Mineralölkonzerne, Chemieriesen, Waffenproduzenten, Lebensmittelspekulanten, Lebensmittelmultis, der Industrie und Bauwirtschaft und vielen weiteren. So ist es nicht verwunderlich, dass Themen wie die Klimakrise und die Biodiversitätskrise in den Hintergrund geraten. Und man lieber von hocheffizienten Verbrennern spricht, das Ideal des ewigen Wachstums befeuert (Bauen vs. Natur) Oder die weitere Zulassung von Glyphosat mit der Welternährung und der Ernährungssicherheit argumentiert.
Doch was kann man tun, um diese Macht der Angst zu brechen? Wie kann man dem entgegenwirken?
Man kann versuchen, die Aussagen zu entkräften, dagegen zu argumentieren und Fake News aufdecken.
Doch werden Argumente nur dann gesehen, wenn Emotionen sie zu lassen. Ist man z.B. bei einer Diskussion auf 180, helfen Argumente nur bedingt. Vielmehr muss sich die emotionale Lage ändern.
Die Angst die Macht nehmen
Genau das ist mein Ziel für 2026: Das Urvertrauen stärken
Dieses Vertrauen ist der Gegenspieler der Angst. Und sehnt sich nicht jeder nach diesem Vertrauen? Nach dem Ende dieser ewigen Angst-Spirale, die wir seit Jahren erleben, und die immer weiter gefördert wird?
Daher starte ich im neuen Jahr mit Phase 2 von „MachMalMut“.
Neben Naturpädagogik werde ich dann auch Naturentspannung anbieten.
Eine Verbindung mit der Natur ist mir auch hier wichtig. Daher werde ich einen bisherigen Weinberg in eine Naturoase umwandeln, mit genug Platz für Entspannungsübungen.
Über diese Umwandlung werde ich hier berichten.
Wichtig erscheint mir in der heutigen Zeit, die Wahrnehmung der Natur als wichtige Ressource vor Ort spürbar zu machen. Nur was man kennt und schätzt schützt man auch. Und wie könnte dies besser zusammenpassen, als mit der Förderung des Urvertrauens? Der Mensch ist Teil der Natur, stammt evolutionär aus dem Wald, und es wird Zeit, sich mit der Natur wieder zu verwurzeln.
