Heute Nacht war hier was los. Kein Wunder – es war ja auch eine ganz besondere Nacht. Eine Nacht, in der das Leben den Tod besiegt, der Gesang die Stille, und das Licht die Dunkelheit.
Ich stand am Fenster, und der Vollmond am Himmel. Kein Wunder, denn Ostern findet immer am ersten Frühlingsvollmond statt. Also nahm ich die Kamera und fotografierte ihn, wie er inmitten von Blättern und Ästen der fast 80 jährigen Birke vorm Haus zu sehen war. Das Vollmondlicht hatte einen gold-grünen Schimmer und der Mond wirkte irgendwie besonders hell.





Und dann, ganz plötzlich, inmitten der nächtichen Stille, begannen die Kirchenglocken zu läuten. So wie es auch immer in der Osternacht geschieht. Doch etwas war anders. Während dieses Läutens, läutete auch die Natur den endgültigen Startschuss ins Frühjahr ein: Mit dem Gesang der Nachtigall. In der Ferne sang sie und es war ein richtig schönes Osterkonzert.
Aber auch schon die Tage zuvor zeigte die Natur, wie stark das Leben doch ist. Mitten aus einer Spalte im Beton streckt der Löwenzahn seine Blätter und Blüten hervor, als wäre das die leichteste Übung


Diese Kirschblüten läuten ebenso das Frühjahr ein, wie die Tulpen und das kunterbunte Blumenbeet, in dem von mir gepflanzte Blumen direkt neben Wildwuchs blühen und somit den Wildbienen und anderen Insekten Nahrung bieten.


Aber auch in meinen Gemüsebeeten dürfen Wildkräuter wachsen, die zudem sehr gut schmecken.


Mein neues Frühbeet, gebaut aus Upcycling-Materialien, ist nun bepflanzt mit Tomaten, Salat und Fenchel. Gebaut habe ich es aus Einweg-Paletten und der riesigen Plastik-Verpackungsfolie eines Druckers, den ich mir vor einiger Zeit kaufen musste. Upcycling ist die Zukunft – nicht nur blindes Recycling, was ohnehin nur bedingt funktioniert.
Gebacken habe ich auch etwas, und auf tierische Zutaten bewusst weitgehend verzichtet.
Leckeren Italienischen Möhrenkuchen mit Sonnenblumenöl statt Butter…


Und einen Oster-Hefezopf…

… der dann zwar eher zum Oster-Hefefisch wurde, aber trotzdem schmeckt.

Gebacken aus Bioprodukten, vom Unverpacktladen oder dem Biohof gekauft.
Wir sollten uns an der Natur orientieren, sie lebt uns die Nachhaltigkeit vor, was seit Jahrmillionen funktioniert. Sie hat kein Endlager für irgendwelche giftigen Produkte, verbrennt nicht einfach mal schnell, was sie nicht mehr gebrauchen kann.
Und auch für unser Seelenheil hat sie eine Antwort – passend zu Ostern von einem Hasen formuliert:
„Wer eine schöne Stunde verschenkt, weil er an Ärger von gestern denkt, oder an Sorgen von morgen. – Der tut mir leid! Mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid.“ (Bugs Bunny)
In diesem Sinne: Ich wünsche allen ein frohes Osterfest, und Vertrauen in die Kraft des Lebens und der Natur.
