Heute war ich am Rhein in Oppenheim unterwegs und habe die herbstliche Stimmung eingefangen. Die Natur und speziell die Jahreszeit tragen doch eine ganz zauberhafte Ruhe in sich. Die kann man ganz gut brauchen, da sich die Welt scheinbar immer schneller dreht und alles auf immer höhere Beschleunigung ausgelegt ist…
5G fürs Handy, dafür kein Tempolimit für Autobahnen, immer schnellere Rechner, schnellere Handys, schnellere „Fleischproduktion“. Wir müssen immer schneller arbeiten, schneller lernen und schneller reisen. Wir bestellen heute – und morgen wird schon geliefert. Selbst beim Essen erscheint uns das „fast“ wichtiger als das „food“.
Da ich mich momentan intensiv mit dem Thema „Achtsamkeit“ befasse, kommt mir in diesem Zusammenhang ein Zitat aus dem wundervollen Buch „Geh-Meditation“ (erschienen im arkana-Verlag) in den Sinn.
Dort schreibt Tich Nhat Hanh, ein buddhistischer Mönch und Zen-Meister zur Geh-Meditation:
„(…) Wir gehen um des Gehens willen. A.J. Muste sagte: Es gibt keinen Weg zum Frieden, Frieden ist der Weg.
Das Gehen in Achtsamkeit beschert uns Frieden und Freude und macht unser Leben zu einem wirklichen Leben. Warum denn hasten? Unsere letzte Station ist doch nur der Friedhof. (…)“
Darum bin ich heute mal ganz besonders ruhig durch die Natur gestreift und habe Dinge gesehen, die mir ansonsten verborgen geblieben wären.











