Ich bin ein echter Schokoladenfan. Schokoriegel, Tafelschokolade, Kuchen oder Pudding – an manchen Tagen ist nichts sicher vor mir… 🙂
Auch zwischendurch esse ich ab und zu Süßkram. Gerade bei Schokoriegeln, wie Snickers, frage ich mich regelmäßig, warum man es nicht schafft, die Verpackung umweltfreundlicher zu gestalten. Da ist eine große Plastiktüte, in denen die einzelnen Snickers ein weiteres Mal verpackt liegen und so eine Menge Plastikmüll entsteht. Und auch bei fertigem Kuchen oder bei Tafelschokolage frage ich mich wirklich, warum eigentlich alles in Plastik und Alufolie gehüllt werden muss.
Grund genug, nun einen ersten Versuch zu starten, die Plastikflut zu vermindern. Zusätzlich zur Müllvermeidung spielte hier auch noch ein anderer Gedanke eine Rolle: In Schokoriegeln und Fertigkuchen stecken Milch und Eier aus der Massentierhaltung. Und auch Palmöl ist darin verarbeitet, was nicht wirklich umweltfreundlich ist. Also entschied ich mich gestern dazu, einfach mal einen Riegel mit Erdnussgeschmack herzustellen. Dazu packte ich zunächst einmal 150g Bio-Weizenmehl in eine Schüssel, gab einen TL Backpulver dazu und 50g braunen Bio-Rohrzucker. Dazu kamen dann noch 100g Bio-Margarine (die zu meiner Überraschung leider Palmöl enthält und leider auch nur in einer Plastikverpackung erhältlich ist) Alles verrührte ich, gab noch 4EL Wasser hinzu, damit der Teig einigermaßen zusammenhielt. Den Teig packte ich dann in einer Schüssel mit Deckel und stellte diese für eine Stunde in den Kühlschrank. Dann kramte ich die zwei Gläser Bio-Erdnussbutter hervor und vermischte sie mit etwa 50ml Agavendicksaft aus der Glasflasche, damit die Sache etwas süßer wurde. Schließlich knackte ich noch 80g ungeschälte Bio-Erdnüsse, die nur in einer Papiertüte verpackt waren.
Dann bestäubte ich das Backblech mit Mehl, auf Backpapier möchte ich bewusst verzichten. Dadurch soll zwar nichts am Backblech anhängen, aber was am Teig anhängt, nachdem dieser Kontakt mit der bröseligen Anti-Haft-Beschichtung des Backpapiers hat, ist für mich schon immer fraglich… Dann holte ich den Teig aus dem Kühlschrank, rollte ihn auf dem mit Mehl beschichteten Backblech aus und stellte ihn in den Backofen. Bei etwa 150°C ließ ich ihn im Backofen, bis er leicht braun wurde, holte ihn dann heraus und ließ ihn abkühlen. Schließlich habe ich ihn dann mit der Erdnussbutter-Masse bestrichen und ihn mit den Erdnusshälften bestreut. Dann ließ ich noch drei Tafeln Bio-Zartbitterschokolade in einer Schüssel schmelzen (die auch leider in Alufolie eingepackt waren) und brachte eine Schokoschicht auf die Erdnuss-Süßigkeit auf. Jetzt hieß es abwarten, über Nacht im Kühlschrank aufbewahren. Und heute Morgen ging es dann ans Probieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:
Schmeckt lecker „erdnussig“, obwohl auch nur ein Glas Erdnussbutter ausgereicht hätte. Es steht geschmacklich dem Supermarkt-Riegel eigentlich in nichts nach. Allerdings ist die Plastik-Bilanz etwas mager. Angefallen sind schließlich der Plastikbecker der Bio-Margarine, die Alufolie der Bio-Zartbitterschokolade und die Tüte des Bio-Rohrzuckers. Wenn, dann war es nur eine kleine Einsparung. Aber wenigstens konnte ich die Schokoriegel mit Bioprodukten herstellen, was ja auch schon mal eine positive Umweltbilanz ausmacht. Auch hat die Herstellung nicht viel Zeit in anspruch genommen, man kann also Schokoriegel auch nebenbei ohne großen Aufwand herstellen.
Das Fazit dieses ersten Versuchs ist jedoch nicht so überzeugend:
Es ist gar nicht so einfach, Plastikverpackungen zu vermeiden. Gerade bei Margarine, aber auch bei Schokoladenverpackungen, gibt es eigentlich keine großartige Alternative. Zumindest habe ich sie noch nicht entdeckt. Der nächste Versuch wird auch in die Backwelt führen… Und die Sache etwas nachhaltiger angehen.


