Was tun?

Wenn man sich so die Bilder anschaut, die tagtäglich über die Fernseher und übers Internet in unsere Wohnungen flimmern, die Krisenherde der Welt zeigen, könnte man erst einmal glatt verzweifeln. Die Not scheint übermächtig, ein Einzelner scheint hier gar nichts machen zu können. Gewaltige Flüchtlingsströme, Armut, Hungersnöte, abgeholzte Regenwälder, ausgerottete Tierarten, gequälte Lebewesen, schmelzende Eismassen am Nordpol, riesige Plastikmüllstrudel im Pazifik größer als Mitteleuropa, genetisch veränderte Pflanzen, Umweltgifte und verstrahlte Landschaften. Die Not scheint übermächtig.

Etwas bewegen!

Doch es ist teilweise verblüffend, was der Einzelne zu tun vermag. Spätestens, wenn wir uns bewusst machen, dass wir alle zur Not einen kleinen Beitrag leisten, wird klar, dass wir durch geändertes Verhalten auch die Verhältnisse zum Positiven beeinflussen können.

Wir können beispielsweise an UNICEF oder andere Hilfsorganisationen Geld spenden. Ich höre oft als Argument, dass man ja auch nicht weiß, ob  das Geld wirklich bei den Bedürftigen ankomme. – Es ist ein schwammiges Argument, dass man deshalb lieber nicht spendet. Man kann es nicht zu 100 Prozent entkräften und irgendwie ist es mehr ein „aus der Affäre ziehen“, als ein Argument. Doch selbst wenn man kein Geld spenden will: Wie wäre es beispielsweise mit gebrauchter Kleidung? Letztens habe ich meinen Kleiderschrank „ausgemistet“. Er war immer extrem voll, ich trug viele Hemden, Hosen oder T-Shirts gar nicht mehr, weil ich abgenommen habe und sie einfach nicht mehr passten. Doch sie versperrten den Platz für die Sachen, die ich regelmäßig trage. Ich hing eine Zeit lang an ihnen und dachte mir, ich könnte die Hose ja mal aufbewahren und sie bei Gartenarbeiten tragen. Aber dazu war sie mir auch zu schade… So hing sie eben ungenutzt im Schrank. Letztens war Schluss damit! Ich räumte den Schrank auf und brachte einiges zum Altkleidercontainer des Roten Kreuzes. Hierdurch wird die Kleidung sicher noch eine sinnvolle Verwendung finden.

Nicht nur mit Kleidung funktioniert das. Ich habe etliche Bücher im Regal stehen, die ich entweder gar nicht oder nur teilweise gelesen habe. Nicht, dass es schlechte Bücher gewesen wären. Aber sie haben mich dann einfach doch nicht mitgerissen. Es gibt viele Möglichkeiten, Platz im Bücherregal zu schaffen und zugleich etwas Gutes zu tun. Entweder man verkauft die Bücher und spendet das Geld an eine wohltätige Organisation. Oder aber man stellt sie in einen Bücherschrank, von denen vielen Städten welche aufgestellt sind. Menschen, die sich vielleicht kein neues Buch leisten können oder wollen, können vielleicht mehr mit dem Buch anfangen. Es gibt auch Organisationen, die Bücher annehmen und sie dann weiter verkaufen. Diese Organisationen beschäftigen behinderte Menschen, die durch die Arbeit im Antiquariat bzw. der Bücherei richtig viel Spaß haben und so am Leben teilhaben können.

Und selbst wenn man partout nichts Materielles spenden möchte, so aber vielleicht Zeit? Man kann sich beim Lauf für einen guten Zweck anschließen und somit mit seiner Körperkraft einen Beitrag für eine bessere Welt leisten.

Alles in Allem gibt es viele weitere Möglichkeiten, Menschen in Not zu helfen. Sei es durch die Mithilfe in einer der Flüchtlingsunterkünfte oder aber bei der Sortierung von Kleiderspenden o.ä. Man kann etwas bewegen!

Gutes tun mit dem Konsum

Ganz besonders kann man etwas Positives bewegen, indem man sein Konsumverhalten ändert. Und genau das werde ich in den nächsten Beiträgen einmal beleuchten. Was kann man genau tun, was ist sinnvoll und was vielleicht auch Abzocke? Leider gibt es gerade auch beim Angebot von nachhaltigen Produkten einige Mogelpackungen… All das will ich mir demnächst einmal genauer anschauen.

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