Hallo und Herzlich Willkommen!
An dieser Stelle möchte ich Ihnen künftig meine Gedanken zu einem nachhaltigen Leben näher bringen. Dabei geht es mir nicht darum, zu missionieren oder einzuschränken. Eine nachhaltige Handlungsweise ist das Natürlichste und Logischste der Welt. Die Natur existiert seit Jahrmillionen nach diesem Prinzip. Nur wenn ich nachhaltig handle, habe ich am Ende noch etwas, von dem ich in Zukunft leben kann. Und vor allem, von dem auch andere künftig existieren können. Im Idealfall verbrauche ich etwas, schaffe aber etwas Neues, aus dem wiederum weiteres Neues erwächst. Zum Beispiel kann ich aus Küchenabfällen Kompost herstellen, den ich wiederum verwende, um selbst Gemüse anzubauen…

Doch nachhaltiges Handeln ist mehr als nur Produkte mit einem Biosiegel im Geschäft zu kaufen und ab und zu mal mit dem Rad zu fahren. Nachhaltigkeit kann ein Stück weit auch zur Lebenseinstellung werden. Die Menschen sind heute gestresst, das Streben nach „immer mehr“ und „immer öfter“ ist Folge des Kapitalismus und der Macht der Werbung. Man sagt uns, wir brauchen dies und brauchen das, wir brauchen ein neues Handy, neue Kleidung, einen Urlaub in der Karibik und ein neues Auto, wir brauchen im Winter Erdbeeren aus Israel und im Sommer eine Klimaanlage. Wir brauchen immer mehr Technik, die in immer kürzeren Abständen mittels „Soll-Bruchstelle“ den Geist aufgibt, damit wir immer mehr konsumieren müssen, damit die Wirtschaft wächst, damit wir wachsen. Und vor allem wächst die Schere zwischen Arm und Reich…
Abgesehen davon investieren wir Zeit, um möglichst viel Geld einzunehmen. Aber was bleibt am Ende, wenn wir ganz viel Zeit investiert haben, damit wir so viel verdienen, um uns all das leisten zu können, was wir uns leisten sollen? Und wenn uns irgendwann das Alter oder eine Krankheit nicht nur die Möglichkeit nimmt, weiterhin immer mehr zu verdienen. Sondern wenn uns die Möglichkeit des Lebens genommen wird, wenn die Zeit abgelaufen ist? Das wird unweigerlich früher oder später bei jedem Menschen der Fall sein. Was können wir dann mit den vielen finanziellen Errungenschaften anfangen? Zeit können wir uns nicht kaufen. Und doch ist oftmals „Zeit Geld“. Je mehr Zeit wir investieren, desto mehr Geld können wir dafür verlangen. Aber umgekehrt ist es nicht möglich. Ist es daher das alles wert?
Wenn wir nun eine Querverbindung zwischen dem nachhaltigen Handeln für eine bessere Welt und für ein besseres Selbst ziehen, wird eines klar: Der Burn out betrifft nicht nur die Menschen, er betrifft letztelich auch die Erde. Alles hängt irgendwie zusammen. Und Verzicht kann Gewinn bedeuten: Ein Gewinn an Zeit, an Lebensqualität, an Klarheit.
Ich habe ein Experiment gestartet, mit dem ich mein Leben nachhaltiger gestalten möchte – sowohl was den ökologischen als auch den individuellen Fußabdruck betrifft. Von diesem Experiment möchte ich hier in unregelmäßigen Abständen berichten und meine Gedanken dazu niederschreiben. Viel Spaß beim Lesen.
